| Oktober 2006 | David Nash in der Galerie im Prediger Schwäbisch Gmünd
Coming back to nature by consciousness Zuerst zur Ausstellung: 41 Arbeiten von David Nash sind zu sehen, verteilt auf die Galerie im Prediger Schwäbisch Gmünd, einem der schönsten Räume zur Präsentation von Skulpturen, auf den Johannisplatz gleich um die Ecke und auf die Johanniskirche, wo die sakrale Architektur und das sich im Laufe des Tages ständig verändernde Licht eine ganz besondere, meditative Atmosphäre schaffen.
Die meisten Skulpturen aus einem einzigen Stück herausgesägt, filigran gearbeitet. Faszinierend in Handwerk und Ausstrahlung.
Nun, die Kunst spricht für sich und, wie die Online-Ausstellung erahnen läßt, ist der Besuch der realen Schau eigentlich jede Reise wert.
David Nash in der Johanniskirche Schwäbisch Gmünd: Two Vessels, Japanische Eiche, 1993, King and Queen, verkohlte Eiche, 1997 und Red Dome, Eibe,151 Elemente, 2006. © Foto Schweizer Hintzsch. Im Gespräch mit David Nash finden wir schnell unsere Themen. Das Verhältnis zwischen Kunst und Natur und die – verlorene? – Verbindung zwischen Mensch und Natur.
“The Return of Art into Nature“ ist der Titel eines Katalogs von David Nash aus dem Jahr 2003, womit ja unterstellt wird, daß die Kunst aus der Natur kommt – was ich weder bestreiten will noch einfach so akzeptieren kann.
Ganz ähnlich die Entfremdung zwischen Mensch und Natur. Oft lesen wir ja, daß der Mensch sich entfremdet habe von der Natur, mit der er folglich einmal Eins gewesen ist oder, besser formuliert, deren Teil er einmal war. Ob er Teil war oder nicht: Klar scheint: wir müssen "zurück zur Natur".
Ist das nun Gattungsgeschichte oder verklärtes Wunschdenken oder eine Art moralisches Postulat derart, daß wir die enge Verbindung von Mensch und Natur behaupten müssen, wenn wir unseren Lebensraum retten wollen? Nachhaltigkeit ist nicht zufällig ein Hauptthema sowohl der praktischen Philosophie als auch der Wirtschafts- und der Politikwissenschaften.
weiter bitte
zurück zur Übersicht bitte | |