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Der BBK würdigt mit dieser Zusammenschau der Werke von Wilhelm Martin (1894-1969) und Artur Graf (1911-1989) zwei Maler und Zeichner, die freundschaftlich eng verbunden waren und die eine vergleichbare, an traditionellen Wertmaßstäben orientierte künstlerische Auffassung vertraten. Der noch im 19. Jahrhundert geborene und deutlich ältere Martin widmete sich – wie auch Graf – ein Leben lang den klassischen Sujets der bildenden Kunst: Porträts, Figurenbild¬nisse, Landschaften und Stillleben bildeten bei Wilhelm Martin sowie Stillleben, Akte und Land¬schaften bei Artur Graf den thematischen Schwerpunkt. In jungen Jahren hatten sie durch Krieg und Verfolgung – jeder in seiner Zeit und auf seine Weise – lebensbedrohliche Situationen erlitten. Beide verarbeiteten nur ganz vereinzelt dieses traumatisierende Kapitel ihres Lebens auf künstlerischem Wege. Ihre Bilder zeugen von einer unzerstörten Welt. Nach 1945 erhoffte sich der über 50-jährige Wilhelm Martin eine nunmehr gänzlich wieder uneingeschränkte künstlerische Betätigung sowie eine erfolgreiche berufliche Karriere, während Artur Graf erst¬mals konsequent den Weg freien bildnerischen Schaffens einschlagen konnte, was ihm vor 1945 untersagt worden war. Beide Maler wollten nun nach der Befreiung durch die Alliierten das künstlerische Leben der Stadt Karlsruhe aktiv mitgestalten. Martin und Graf engagierten sich für die Wiederbelebung von Berufsverbänden und Standesor¬ganisationen, die im Dritten Reich zwangsweise aufgelöst worden waren.
Eröffnung: Sonntag 25 September, 11.00 – 13.00 Uhr Ausstellungsdauer: 28.09.2011 – 30.10.2011 Begrüßung: Gesa Goldammer Einführung: Elke Schneider M.A. Musik: Reinhold Friedrich (Trompete) und Eriko Takezawa (Klavier)
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