| Bert E A KlagMan könnte nun darüber streiten, ob dies nicht eine maßlose Übertreibung ist, weil doch wahrscheinlich unter den neuen Millionen arbeitslosen Frauen bestenfalls ganz ganz wenige sind, die sich selbst derart reduziert erleben. Auch die Vernissage-Bewirtung mit Wasser und Brot überzeichnet stärker als nötig. Doch anstatt hier zu streiten, will ich das politisch sicherlich korrekte Paradigma, in dem Laura entstand, als zulässige Überzeichnung im Rahmen der künstlerischen Freiheit durchgehen lassen und hier immerhin eines festhalten:
(Foto aus der Projektarbeit) "Der schöne Krieg" 1. These zu Bert E.A. Klag: Bert E.A. Klag ist nicht allein ein politischer Mensch, sondern ein Künstler, der politische Themen explizit zu Themen seiner Kunst macht. Dies tut er provokativ.
Auch sonst ist Bert Klag kein unauffälliger Typ: mit seinem grauen Vollbart entspricht er ein wenig der Klischeevorstellung, die man vor zwanzig Jahren von einem Anarchisten hatte, und die Ironie, mit der er ihn trägt, deutet auch auf einen Humor, der in diese Richtung geht; gleichzeitig wirkt er, groß und charismatisch, wie ein Patriarch von der Klasse eines spanischen Landbesitzers.
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