| Diese eigenwillige und schlicht geniale Verbindung aus Schriftzeichen und Bildern erinnert uns an sehr frühe Kulturen (etwa auch die ägyptische), aber auch ganz aktuell an die chinesische Schrift. Sichtbar werden hier Verbindungen zwischen Zeichen und Wort, zwischen Sprache und Bedeutung, zwischen Zeichen und Bild. Ein Zusammenhang, der uns in unserem "modernen" abstrahierenden Denken kaum mehr bewusst ist.
KI Selbst gelernter Soziologe, denke ich bei “Sprache“ immer auch an deren Zusammenhänge zu Macht und Herrschaft, wie sie einst von Horkheimer und Adorno unter dem Aspekt der “instrumentellen Vernunft“ überzeugend analysiert wurden. Später hat dann Peter Sloterdijk in seiner “Kritik der zynischen Vernunft“ (1983) dargelegt, wie diese Machstrukturen sozusagen schon in der Genesis“ sichtbar werden: Am sechsten Tag der Schöpfung erst schuf Gott nach seinem Ebenbild uns Menschen, was uns Menschen “eigentlich“ eine gewisse Bescheidenheit nahe legen sollte – eigentlich: Denn dann bekam Adam die Aufgabe/(das Recht?), den Tieren und Pflanzen Namen zu geben…Sprache wird hier als Machtausübung wesentlich erkennbar.
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