| Die Ausstellung "Geier und Ganymed" behandelt ein Motiv aus der griechischen Mythologie: die Götter ließen den überaus schönen Jünglling Ganymed von einem Adler abholen, damit dieser im Olymp dienen sollte. Christine Kallfaß stellte dann Überlegungen an, was bei der Ankunft im Olymp geschehen würde, warum bei Melanie Reichter der Adler durch einen Geier ersetzt wurde; all dies in vielen Facetten und mit mehrfachem Wechsel der Perspektive... Bruchlos verbindet Christine Kallfaß ihren gewaltigen Auftritt mit durchaus bescheidenem Auftreten als Person. Faszinierend für mich, wie Christine Kallfaß “Widersprüche“ als vermeintliche entlarvt: Ernst und Humor, Leichtigkeit und Schwere macht sie als zusammengehörend erfahrbar – vermittelt durch die nachhaltige Herzlichkeit, die sie ausstrahlt.
aus "Sand knischrt" Auch in ihrer künstlerischen Arbeit faßt sie mehr zusammen, als wir sonst gewohnt sind. In der Kombination der genannten Werkzeuge Stimme - Körper -Piano - Lyrik hat Christine Kallfaß eine wirklich eigenständige Form geschaffen, die man wahrscheinlich nur deshalb Performance zu nennen geneigt ist, weil es noch keinen eigenen Namen dafür gibt.
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