| In diesem Jahr findet das Karlsruher Filmfestival Independent Days zum mittlerweile elften Mal statt. Ist die Festivalarbeit für Sie nur noch „Routine“?
Nein, sicherlich nicht. Ganz im Gegenteil. Ein Kulturevent in der Größenordung der Independent Days stellt einen jedes Jahr vor neue Herausforderungen. So wissen wir ja zum Beispiel zu Beginn der Planungsarbeiten noch nicht, welche Filme uns in diesem Jahr erreichen werden, wie sich das Programm zusammen setzen wird. Auch sind wir auf die Unterstützung unserer Sponsoringpartner angewiesen, ohne die wir das Festival nicht stemmen könnten. Hier bestehen seit mehreren Jahren erfolgreiche Kooperationen, die es uns ermöglichen, das Festival stabil zu halten und jedes Jahr ein wenig zu verbessern.
Dr. Oliver Langewitz; Geschäftsführer des Filmboard Karlsruhe e.V. und Festivalleiter der Independent Days Natürlich ist unser Kernteam, das zum Teil seit den Anfängen mit dabei ist, eingespielt. Jeder kennt seine Aufgaben und die damit verbundenen Handgriffe. Wir benötigen aber jedes Jahr auch neue Helfer in den unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern, die uns bei der Festivalarbeit unterstützen. Hier können wir glücklicherweise auf ein sehr breites Netzwerk zurückgreifen und ich freue mich auch immer wieder, wenn mich junge Menschen ansprechen, die wissen wollen, wie es hinter den Kulissen eines Festivals aussieht. Hier stehen unsere Türen weit geöffnet!
Woher kommen die Filmeinreichungen und wie setzt sich das Programm zusammen?
Uns erreichen Filme aus der ganzen Welt. Das ist unser Anspruch für ein internationales Festival. Aufgrund unseres kleinen Budgets können wir die Independent Days leider nicht optimal im Ausland bewerben, wobei uns das Internet und zahlreiche Film-Plattformen die direkte Ansprache mit Filmemachern ermöglicht. Sicherlich kommen nach wie vor die meisten Einreichungen aus dem deutschsprachigen Raum, wir können aber zunehmend internationale Einreichungen verzeichnen. So zeigen wir in diesem Jahr einen serbischen Spielfilm, einen spanischen sowie einen russischen Kurzfilmblock. Zudem finden sich auch im restlichen Programm Filme aus den USA, aus Polen, Rumänien, Frankreich, Schweden und Italien im Programm.
Die insgesamt 21 Blöcke, die an den fünf Festivaltagen gezeigt werden, setzen sich aus dem Low- und dem No-Budget-Wettbewerb sowie fünf Langfilmen und thematischen Kurzfilmprogrammen zusammen, die einen Überblick über die unabhängige Filmkultur vermitteln sollen. Ich glaube, auch in diesem Jahr ist uns ein spannendes und abwechslungsreiches Programm geglückt, das einen Besuch im Filmtheater Schauburg mehr als wert macht.
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