| Als der gebürtige Heidelberger über Düsseldorf und München nach Karlsruhe kam, war die Zeit geprägt vom Wiederaufbau der Akademie und einem großen, fast familiären Geist des Zusammenhaltes zwischen Studenten und Lehrern. Wilhelm Schnarrenberger hatte in bei einer Ausstellung in Schwetzingen nach Karlsruhe gelockt, wo die Akademie gerade wieder geöffnet wurde. Arnold studierte bei Hubbuch und Heckel, „mein wichtigster Lehrer aber war Schnarrenberger, obwohl ich nicht bei ihm in der Klasse war“, blickt Arnold zurück. In Karlsruhe gab es außerdem wie in seiner Heimatstadt Heidelberg eine avantgardistische Jazz-Szene, für die er sich begeisterte. Und wenn Arnold vom Jazz erzählt, von den Fahrten mit Freunden in den 50ern nach Paris, vom Traum eines vereinten Europas, lange bevor es wahr wurde, ist es wieder da, das Funkeln in seinen Augen.
Klaus Arnold setzte sich in seiner Professoren- und Rektoren-Funktion stets in vielfältiger Weise für das Wohl seiner Studenten ein und erfreut sich noch heute im Kreise von Kollegen großer Beliebtheit und Anerkennung, zumal er die eigenen Interessen immer hintanstellte. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine charakteristische unverwechselbare Handschrift aus. Im Gespräch ist eine Arnold-Ausstellung im Museum für Literatur am Oberrhein im Herbst diesen Jahres. Die meisten Karlsruher kennen zumindest eines seiner wegweisenden Bilder: Es hängt unübersehbar an der Stirnwand im Mittleren Foyer des Badischen Staatstheaters.
Harald Schwiers
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