| Da in Asien, wie mir die vietnamesische Künstlerin Dao Droste einmal sagte, ”die Philosophie auf der Strasse liegt”, also Teil des normalen Alltags und des Denkens ist, blieb nicht aus, daß Joachim Hirling sich auch verstärkt mit der ostasiatischen Philosophie auseinandersetzte. Ein Thema., das ihm nicht neu war: schon in seinem Meisterschülerkatalog stellte er 1996 auf einer leeren Doppelseite seinen Bildern diesen einen Satz voran:
Ohne Titel, 1999 Öl auf Nessel, 135 x 135 cm
Big (104 K) auf Klick "Wahrnehmung führt zur Auflösung von Wahrnehmung, keine Wahrnehmung zerfällt in Wahrnehmung."
Natürlich erinnert diese schöne dialektische Einsicht an den Buddhismus und Taoismus und so wundert nicht, wenn Hirling wenig später ein Buddhismus / Tao-Zitat als Ausstellungstitel wählt:
“Was ist, ist gleichzeitig, was nicht ist; was nicht ist, ist gleichzeitig, was ist."
Über die genaue Arbeitsweise Hirlings hat der Karlsruher Kunstprofessor Joachim Heusinger von Waldegg für dessen Ausstellung von 1999 mit zwei weiteren Künstlerinnen im Kunstverein Konstanz einen sehr erhellenden Beitrag geschrieben, den der Künstler auf seiner Website publiziert: www.planet-interkom.de/joachim.hirling/
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