Ernst und Humor, Verspieltheit und philosophische Tiefe erzeugen die dialektische Energie in der künstlerischen Sprache von Katalin Moldvay. Und als eine Form von Sprache verstehe ich Moldvays Arbeiten, die meist in Form von Rauminstallationen präsentiert werden. Im Gespräch beschreibt Katalin Moldvay diese Kunstwerke als “Zeichnungen im Raum“.
"Irrtum", Rauminstallation Kunstverein Germersheim 2003 Big (83 K) auf Klick Erneut geht es uns um das Verhältnis zwischen Sprache und Bildender Kunst.
Wenn wir Moldvays Objekte als sprachliche Zeichen zu begreifen versuchen, so sind dies keine Schriftzeichen wie andere. Die hier verwendete Sprache ist nicht übersetzbar in eine (oder jede) andere. Der Unterschied ist: hier erzählt jedes “Zeichen“ eine eigene Geschichte, die Zeichen bestehen oft aus schon einmal gebrauchten Gegenständen – etwa Zigarrenkisten oder Eierkartons; die hier erzeugte sinnliche Anmutung entzieht sich der gewohnten Beschränkung auf die instrumentelle Vernunft, in der Sprache Interessen artikuliert und auf Zwecke zielt.
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