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Frau im Bild 2

Kunsthalle Würth in der Virtuellen Kulturregion SWO

Frau im Bild
Inszenierte Weiblichkeit in der Sammlung Würth
(02. März 2002 - 01. Januar 2003, täglich 10 - 18 Uhr )
Kunsthalle Würth, Schwäbisch Hall
Online-Preview
Angebot an Führungen

Die Kubisten, Dadaisten und Surrealisten fragmentarisieren den weiblichen Körper oder lassen ihn wie Arp, Magnelli, Léger oder Magritte in ausdruckslosen, bloß noch anthropomorphen Figuren erscheinen.
Ein typische Darstellung der selbstbewussten Frau der zwanziger Jahre finden wir hingegen in Beckmanns Darstellung seiner Frau Quappi.
In den fünfziger Jahren beantwortete der in Paris lebende Botero das, wie ihm schien, überhöhte Menschenbild der New Yorker Pop Art-Künstler mit seinen grotesken, dickleibigen Wesen, die als blassfarbige und bewegungsunfähige Fleischmonster mit riesigem Kopf auf winzigen Füßen immer wieder auch eine degenerierte Kolonialbourgeoisie entblößen. Zur gleichen Zeit suchte Hrdlicka seine Modelle im Wiener Rotlichtmilleu. Sein Schaffen definiert Hrdlicka als demonstrative Antipode zur abstrakten Kunst und reklamiert für seine künstlerische Tätigkeit gesellschaftliches und politisches Engagement, das er, wie er selber sagt, mit »dem Standbein der Aufklärung und dem Spielbein des Zynismus« betreibt.
Elvira Bach malt sich als energische und sinnenfrohe Schlangenbändigerin, schlüpft in die Rolle der Femme fatale, dann sieht man sie wieder als Küchendiva oder Madonna. Sie siedelt sich thematisch im Spannungsfeld zwischen Karriere, Familie und Selbstentfaltung an, um das komplexe Rollenspiel, den fast normalen Alltag einer Frau im 21. Jahrhundert zu dokumentieren.

Romane Holderried-Kaesdorf kritisiert die bestehenden sozialen Konventionen nicht, sie erfindet kurzerhand neue, um dadurch die Originale umso deutlicher mit Spott zu überschütten. Etwa, wenn sie ihre Frauendarstellungene mit Kommentaren und Titeln wie "Daumen richtig stellen" versieht.

Ohne Anspruch auf enzyklopädische Vollständigkeit versucht die Ausstellung den Metacodes der Darstellungen nachzuspüren und eine Auswahl von diesbezüglich besonders reizvollen Ergebnissen Würth'scher Sammelleidenschaft vorzustellen und zueinander in Beziehung zu setzen.

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