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Robert Jacobsen, einer der wichtigsten Vertreter der Abstraktion nach 1945, gehört zu den zentralen Künstlerpersönlichkeiten in der Sammlung Würth. Neben seinem grafischen und malerischen Werk spielen die plastischen Arbeiten zweifellos die Hauptrolle. Jacobsen wurde 1912 in Kopenhagen geboren und wäre dieses Jahr 90 Jahre alt geworden. Anlässlich seines runden Geburtstages präsentiert die Kunsthalle Würth in einer Sonderausstellung Werke des vielschichtigen Künstlers.
Robert Jacobsens komplexes Werk ist von zwei gegensätzlichen Positionen geprägt: Figuration und Abstraktion. In seinem frühen Werk schuf er antropomorphe Figuren und mystische Tierwesen aus Holz, Granit oder Sandstein. Sein bevorzugtes Material war aber Eisen. Dieser Werkstoff fand ab 1949 Eingang in sein Schaffen und erwies sich als ideales Element zur Verwirklichung seiner nun konstruktiven Arbeiten. Anfangs war Jacobsens Arbeit von zwei Faktoren beeinflusst: Auf Ausstellungen begegnete er Werken von Paul Klee, Wassily Kandinsky, Hans Arp und Max Ernst, die ihm auf dem Weg zur Abstraktion hilfreich waren. Besonders wichtig war aber vorerst die Bekanntschaft mit dänischen Kollegen wie Richard Mortensen und Asger Jorn, welche die altgermanische Geschichte in Form einer ursprünglichen, fantasievollen Volkskunst in ihre Arbeit mit einfließen ließen. Fabelwesen und Skulpturen mit symbolischen Anklängen verweisen auf diese Vorbilder. Eine bedeutende Wende in Jacobsens Schaffen trat 1947 ein, als er mit Hilfe eines Stipendiums nach Paris ging. Dort arbeitete er im Kreis der Künstler des „Salon des Réalités Nouvelles“ und schloss u.a. mit Alberto Magnelli und Auguste Herbin Freundschaft; Künstler, die sich in ihrem Werk mit der Abstraktion auseinandersetzten.
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