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F. Mühlenweg kam 1927 zum ersten Mal mit einer Expedition in die Mongolei – aus Abenteuerlust; doch er lernte ein Land kennen, das ihn zu faszinieren begann, er fand für sich selbst neue Maßstäbe: durch Begegnungen und Gespräche mit Nomaden, durch die Einsamkeit, durch eine gewaltige Natur, durch das Erlernen eines neuen Begriffs von Zeit. Mühlenweg, Maler und Schriftsteller vom Bodensee war mit dem berühmten Entdeckungsreisenden Sven Hedin auf dessen Expedition und unternahm insgesamt drei Reisen in die Mongolei, worüber er in vielen seiner Bücher schrieb. Das Buch versammelt eine Auswahl der repräsentativsten Geschichten, Ekkehard Faude, der Mühlenweg-Kenner, gibt in seinem Nachwort eine kenntnisreiche Einordnung des Werks von Mühlenweg. „Wer nach Zentralasien geht, muss die gewohnten Maßstäbe ablegen“, schrieb Mühlenweg. In seinen Geschichten versucht er, diesen Prozess kenntlich zu machen, und es gelingt, den Leser an der Änderung der Weltsicht teilhaben zu lassen.
F. Mühlenweg: Mongolische Reisen, brosch., 192 S., Unionsverlag, Zürich 2007, 8.90 Euro
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