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literatur ist ein akademisches fach. aber das ist nicht der grund, dass viele menschen literatur „lesen“ – sondern weil sie vergnügen daran haben, sich mit guter literatur zu beschäftigen. dies wiederum ist kaum gegenstand akademischer forschung. literatur und das rätselhafte vergnügen daran – diesem phänomen gehen die autoren in dieser festschrift für thomas anz nach – quasi als antwort auf thomas anz’ monographie „literatur und lust. glück und unglück beim lesen“: „worin besteht das wohlgefallen am schönen, die faszination des schrecklichen, die sucht nach spannung oder die lachlust?“ diesen fragen wird in diesem band nachgegangen. literatur spiegelt den lesenden wider – ein ansatz, der vieles für sich hat und den schon lichtenberg entdeckte: „ein buch ist ein spiegel“, sagte er, denn: ein langweiler wird das buch immer langweilig finden, ein heller schneller kopf immer auf seine kosten kommen. wobei es natürlich gute und schlechte spiegel gibt. also wie es die literatur macht, lust zu erregen – eine zentrale frage, auf die dieses buch antworten sucht. auf höchst lustvolle art.
lutz hagestedt (hrsg.): literatur als lust. begegnungen zwischen poesie und wissenschaft. brosch., 423 s., belleville verlag, münchen 2008, 39,90 euro.
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