| Wenn im Juni die Bewohner, des kleinen idyllisch im Ammertal bei Tübingen gelegenen Dorfes, wieder ihre Scheunentüren und Werkstätten öffnen und den Künstlern als Ausstellungsräume zur Verfügung stellen, ist zum 8. Mal die Präsentation von aktueller Kunst angesagt. Zwölf renommierte Künstler aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zeigen Pfingstsonntag- und Montag, am 12. und 13. Juni 2011, ihre Kunst. Auf einem bezaubernden Rundweg entlang der Ammer und der Unteren Straße, vorbei an blühenden Vorgärten, verwunschenen Winkeln und Höfen, kann der Besucher erstklassige moderne Kunst mitten im dörflichen Alltag auf besondere Art erleben. Die Ausstellungen finden in zwölf unterschiedlichen Räumen, in einer alten Mühle, einem ehemaligen Pferde- und Schweinestall, in Scheunen und Werkstätten, statt. Diese ungewöhnlich interessante Verknüpfung von Kunst im Dorf hat der Veranstaltung bei Kunstkennern und Liebhabern den Ruf der „Dokumenta auf dem Dorf“ eingebracht.
Das im Zweijahresrhythmus veranstaltete Kunstdorf Unterjesingen besuchten 2009 über 5000 Menschen nicht nur aus Baden-Württemberg. Die Organisatoren der privaten Kunstinitiative wählten nach Themen wie „Lichteinfall“, „Fremdes entdecken“, oder „Grenzgänge“ nun „Zwischenräume“ als Leitmotiv für die Veranstaltung 2011. Die Besucher dürfen sich überraschen lassen in welch unterschiedlicher Formen- und Bildersprache die zwölf Künstler das Thema Zwischenräume umsetzen und vermitteln.
Zu sehen und zu erfahren gibt es im Kunstdorf Unterjesingen die unterschiedlichsten Räume und Zwischenräume ästhetischer Art. Den zeitlichen Zwischenraum von einem Wochenende nutzen die Künstler um ihre Kunst im wieder neu entstandenen Kunstdorf Unterjesingen zu zeigen. Ein Intermezzo, was den Besuchern und den Bewohnern des Ortes einen neuen ungewohnten Blick auf die gemeinde eröffnet. Zwischen den Künstlern, die sich mit ihren Arbeiten in unterschiedlichsten Kunstformen wie Zeichnung, Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation bewegen, findet ein Dialog mit der Umgebung und dem Thema statt. Für die Bewohner bietet sich die seltene Gelegenheit in ein direktes Zwiegespräch mit den Künstlern zu treten und damit einen neuen Blick auf das gezeigt zu bekommen.
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