| Vor bald 50 Jahren experimentierten bildende Künstler erstmals mit Videokamera und Monitor. Seitdem ist das Medium Video aus der zeitgenössischen Kunst nicht mehr wegzudenken.
Ulla von Brandenburg, Videostill aus "Der Brief", 2004 Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen; © von Brandenburg Mit einer Auswahl raumgreifender Videoinstallationen aus der bedeutenden Sammlung der Kunsthalle Bremen widmet sich das Kunstmuseum Stuttgart erstmals in einer großen Sonderausstellung ausschließlich den Möglichkeiten des bewegten Bildes. Die früheste Arbeit in der Ausstellung stammt von dem Videopionier Peter Campus. Die Amerikanerin Diana Thater verwandelt den Zentralraum im Herzen des Kubus mit der Mehrfachprojektion »Delphine« in ein stockwerkübergreifendes Aquarium. Eigens für die Stuttgarter Ausstellung inszeniert der Schweizer Künstler Yves Netzhammer mithilfe seiner Animationsfilme und Wandzeichnungen einen ebenso fesselnden wie rätselhaften Bilderkosmos. Außerdem zu sehen sind Werke des südafrikanischen Zeichners William Kentridge, des Amerikaners Jon Kessler sowie der jungen deutschen Künstler Ulla von Brandenburg, Bjørn Melhus, Astrid Nippoldt und Clemens von Wedemeyer. Anders als das Medium Film verfügt die Videotechnik über die Möglichkeit, Aufnahmen ohne zeitliche Verzögerung live zu übertragen. Peter Campus bedient sich bei seiner Installation »mem« von 1974/75 dieses so genannten Closed-Circuit- Verfahrens und versetzt den Betrachter damit in die Rolle des gestaltenden Akteurs. Mit dem eigenen schemenhaften Videobild konfrontiert, erlebt man die Differenz zwischen Realität und medialem Abbild am eigenen Leib.
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Begleitprogramm "PAS DE DEUX" | Sonderführung mit Pantomimin Giselle Schwenk zum 33. Internationalen Museumstag am Sonntag, 16. Mai, 15 – 15:45 Uhr und 16:15 – 17 Uhr Eintritt frei
WULF HERZOGENRATH ZU GAST IM KUNSTMUSEUM Führung und Gespräch mit dem Direktor der Kunsthalle Bremen
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