| Kunstbücher Die Rekonstruktion der Malerei
Gerhard Richter | Editionen 1965 - 2004ein besonderes Buch.
Herausgegeben von dem Kunsthistoriker Hubertus Butin, Richters ehemaligem Assistenten, gibt dieses Werkverzeichnis einen Überblick über das gesamte druckgrafische und fotografische Editionswerk, die Künstlerbücher, Multiples und Ölbild-Editionen von 1995 bis 2004.
Schön, könnte man sagen, schön und sicher auch sehr interessant bei einem Künstler, den man in einer Reihe etwa mit Baselitz, Lüpertz und Polke gern zu den wichtigsten lebenden Malern zählt. Aber doch nichts besonderes, von der Idee her.
Doch: Hubertus Butin, dessen grandiose Arbeit nicht nur eine des Fleißes ist, sie ist auch eine der Interpretation und der Einordnung, versteht Richters Arbeit als eine Art mit künstlerischen Mitteln geschaffenes System der Malerei.
Ähnlich im Vorgehen wie etwa Jürgen Habermas seine “Kritik der kommunikativen Vernunft“ als einen rekonstruktiven Theorieansatz verstand, was heisst, daß er sein philosophisches System nicht als einzig und in sich geschlossen ansah, sondern klar sagt, dass es Ergebnis ist einer Auseinandersetzung mit allen philosophischen Gedanken und Modellen, die es bislang gab (resp. die er kennt): Rekonstruktion ist ein Bilden aus Beibehalten, Weglassen, Überarbeiten, Neuentwickeln.
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