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Rainer Seiger: Wandobjekt, 2004 © Rainer Seliger Längst schon beschränken sich Künstlerinnen und Künstler unserer Zeit in ihren farbigen Werken nicht mehr auf das herkömmliche Zusammenspiel von Bild und Bildträger. Statt mit Öl- oder Acrylfarbe auf Leinwand oder Holz zu malen, verwenden sie Materialien wie Kreidestücke, reine Pigmente, farbige Folien oder Wachsmischungen, die sie zum Beispiel auf Aluminium oder MDF-Platten auftragen. So geht es in dieser Ausstellung nicht nur um Farbe als Sinneseindruck, sondern vor allem auch um Farbe als gestalterische Materie, als Pigment und Bindemittel. Ein Schwerpunkt der Präsentation liegt daher auf Werken, bei denen die rein physische Präsenz der Farbe eine ganz zentrale Rolle spielt. Einhergehend ist bei einigen Künstlern der Farbauftrag selbst, die Schichtung und Verteilung der Farbe, von großer Bedeutung. In anderen Arbeiten stehen dagegen assoziative Farbwirkungen und ein feinsinniges Zusammenspiel der Farben im Vordergrund.
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