| Zeichnungen aus dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe Ausstellung im Vorlegesaal im Hauptgebäude Vor gut hundert Jahren begann in Dresden mit der Gründung der Künstlergruppe „Brücke“ die Geschichte des deutschen Expressionismus. Vier junge Architekturstudenten – Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff – fanden sich 1905 zu-sammen, um die Kunst zu erneuern, sie von inhaltlichen und formalen Fesseln zu befreien. Der von Schmidt-Rottluff vorgeschlagene Name der Gruppe ist eine von Nietzsche entlehnte Metapher: Die Brücke steht für den Aufbruch zu neuen Ufern. Erstrebt wurde die Harmonie zwischen einem befreiten Leben und einer befreiten Kunst. Im Programm von 1906 heißt es emphatisch:
Ernst Ludwig Kirchner: Dodo mit Buch, 1908/09, farbige Kreiden "Mit dem Glauben an Entwicklung, an eine neue Generation der Schaffenden wie der Genießenden, rufen wir alle Jugend zusammen, und als Jugend, die die Zukunft trägt, wollen wir uns Arm- und Lebensfreiheit verschaffen gegenüber den wohlangesessenen älteren Kräften. Jeder gehört zu uns, der unmittelbar und unverfälscht das wiedergibt, was ihn zum Schaffen drängt."
weiter bitte
zurück zur Übersicht bitte | |