| Das Programm des Tages wird gerahmt durch zwei höchst attraktive musikalische Ereignisse. Um 10.30 Uhr begeistert Murat Coºkun mit temperamentvollen Trommelrhythmen, die geprägt sind durch Klänge und Metrik alter, neuer, west- und südosteuropäischer Musik. In seinem Solo-Programm wird der Perkussionist zum Grenzgänger zwischen archaisch klingender Tradition und avantgardistischer Moderne. Der Tag klingt um 19 Uhr aus mit dem Auftritt des „ensemble recherche“, bestehend aus einigen der profiliertesten Interpreten neuer Musik. Sein Repertoire beginnt bei den Klassikern des 19. Jahrhunderts und reicht bis zu avantgardistischen Experimenten der Gegenwartskunst.
Die Orangerie wie auch das Hauptgebäude der Staatlichen Kunsthalle entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts nach Plänen des Architekten Heinrich Hübsch. Am Botanischen Garten gelegen, bilden beide Bauten ein bis heute einmaliges Ensemble in der deutschen Museumslandschaft. Die ursprüngliche Funktion der Orangerie als Winterquartier für Orangen-bäume, Palmen und exotische Pflanzen aus dem Botanischen Garten wurde schon bald nach ihrer Vollendung im Jahr 1856 aufgegeben. Später wurde der großzügig geschnittene Raum dann der Kunsthalle zur Verfügung gestellt. Im April 2005 wurde hier mit Sanierungs-arbeiten begonnen. Im Rahmen des Umbaus wurde ein neues Raumkonzept realisiert, das die zur Verfügung stehende Hängeflächen deutlich erweiterte. Damit werden die Highlights der Sammlung der Moderne so zahlreich wie noch nie zuvor präsentiert werden können. Auch der Eingang zur Orangerie wurde verlegt, so dass die lichtdurchflutete Rotunde nun ausschließlich raumgreifenden Installationen und kleineren Wechselpräsentationen Platz bietet. Das Kindermuseum der Kunsthalle wurde ausgelagert und wird 2007 nach weiteren Umbaumaßnahmen in das Erdgeschoss des zwischen Orangerie und Hauptgebäude gelegenen Hauses einziehen.
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