| Dank der großzügigen Unterstützung der Hirsch-Stiftung, Karlsruhe, konnte die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe jüngst die großformatige Lithographie „Eichen“ aus dem Jahr 1903 für das Kupferstichkabinett erwerben. Das Blatt schuf der erst 22-jährige Alexander Kanoldt (1881–1939) nach einem Gemälde seines Vaters Edmund Kanoldt (1845–1904). Es ist ein eindrucksvolles Beispiel der sogenannten „Künstler-Steinzeichnungen“, mit denen der Karlsruher Künstlerbund um 1900 neben kommerziellen auch kunstpädagogische Ziele verfolgte: Weiten Bevölkerungsschichten sollte auf diese Weise die Möglichkeit eröffnet werden, künstlerisch wertvolle Arbeiten zu erschwinglichen Preisen erwerben zu können.
Edmund und Alexander Kanoldt: Eichen, 1903 Farblithographie, 70 x 100 cm | B.G.T. (Verlag B. G. Teubner, Leipzig) Alexander Kanoldt, später ein Hauptvertreter der „Neuen Sachlichkeit“, war 1903 noch Student an der Großherzoglichen Kunstakademie in Karlsruhe. Allerdings beherrschte er die Technik der von mehreren Steinen gedruckten Farblithographie bereits meisterlich – wie die Neuerwerbung „Eichen“ anschaulich belegt. Das Blatt gibt eines der letzten Gemälde Edmund Kanoldts wieder, der 1904 starb. Die Staatliche Kunsthalle besitzt mehrere Arbeiten von Alexander Kanoldt, der in Karlsruhe studierte, und seinem Vater Edmund Kanoldt, der hier seine wichtigsten Schaffensjahre verbrachte. Das Blatt ist noch bis zum 1. Juli 2007 im Untergeschoss des Hauptgebäudes, Hans-Thoma-Str. 2, täglich, außer montags, zu sehen.
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