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Im Kindermuseum rankt sich die Begleitausstellung zur großen Landesschau gleichfalls um Maler und ihre
Werkstätten im Spätmittelalter, aber auch um deren Situation vor dem Hintergrund der bevorstehenden Glaubensspaltung.
Dabei stehen hier vor allem die handwerklichen Techniken im Zentrum. Tafelmalerei, Bildschnitzerei, Zeichnungen,
Holzschnitte, Kupferstiche, Glasmalerei und Bildteppiche sind bedeutende Zeugnisse dieser Zeit und erzählen aus dem
Leben Mariens und Jesu, wie auch über Heilige und deren Legenden.
Großartige Maler wie beispielsweise Martin Schongauer, Albrecht Dürer oder Hans Baldung Grien, aber auch
unbekannte Meister, schufen meist im Auftrag der Kirche, mitunter gar in Werkstätten von Klöstern, diese Kunstwerke.
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Nach Betrachtung der Originale bietet sich dem Publikum im Kindermuseum die Möglichkeit, einmal selbst in die
Rolle der mittelalterlichen Handwerker zu schlüpfen. In einer überaus inspirierenden Atmosphäre taucht
der Besucher in die ferne Welt des Mittelalters ein und wird gleichsam ein Teil von ihr. Ob Mönch oder Ordensfrau,
Handwerker oder Stifter, alle waren in gewisser Weise an mittelalterlicher Kunst beteiligt. In Frauenklöstern wurde
gestrickt, gewirkt und geschrieben. Die Männerorden waren gleichermaßen bekannt für ihre Schreibstuben,
in denen bedeutende Buchillustrationen entstanden. Die Maler waren als Handwerker in Zünften organisiert und
arbeiteten in der Regel im Dienste der Kirche oder privater Auftraggeber, den Stiftern.
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