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Christoph Murer, „Der verlorene Sohn gibt sich den Lastern hin“, Glasgemälde, städtische museen nürnberg, Museum Tucherschloss, Foto: Uwe Niklas BIG (130 K) auf Klick Die Ausstellung „Leuchtende Beispiele. Zeichnungen für Glasgemälde aus Renaissance und Manierismus“ widmet sich einer Zeichnungsgattung, die bisher selten im Fokus des kunsthistorischen Interesses stand: der Vorzeichnung für kleinformatige Glasgemälde, auch Scheibenriss genannt. Mit über 1000 Blatt gehört der Bestand der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe zu den umfangreichsten Sammlungen an Scheibenrissen weltweit. Im Rahmen eines Forschungsprojekts der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurde diese Sammlung von 2006 bis 2008 erstmals wissenschaftlich bearbeitet und katalogisiert. Als Finale des Projekts zeigt die Ausstellung nun rund 100 Zeichnungen, bei denen es sich um die Highlights der Karlsruher Scheibenriss-Sammlung handelt. Sie werden durch eine kleine Auswahl an Glasgemälden ergänzt, welche die ursprüngliche Funktion der Zeichnungen als Entwürfe veranschaulichen.
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