| Anstatt „Stilgeschichten“ zu erzählen, werden in der Schau „Von Rodin bis Giacometti. Plastik der Moderne“ markante Einzelwerke aus verschiedensten Perspektiven in den Blick genommen. Die Ausstellung vereint Skulpturen der wichtigsten Künstler jener Zeit, unter anderem von Henri Matisse, Pablo Picasso, Constantin Brancusi, Ernst Ludwig Kirchner, Max Ernst, Kurt Schwitters und Henri Laurens. Museen in Paris, St. Paul-de-Vence, Venedig, Zürich, und Prag trennen sich zeitweilig von ihren Schätzen: 92 Leihgaben aus 50 Sammlungen tragen neben 15 Werken aus dem eigenen Bestand zur Ausstellung bei. Sie knüpft an die Schau „Von Houdin bis Rodin“ an, die 2007 in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe der französischen Plastik des 19. Jahrhunderts gewidmet war.
Die Metropole Paris hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts Künstler aus ganz Europa angezogen und durch ihre Heimkehr zugleich auf deren Länder zurückgestrahlt. So bezieht die Ausstellung exemplarisch Werke aus Spanien und Italien, der Schweiz, England, Holland, Russland, Polen, Tschechien, Rumänien und mit Man Ray und Alexander Calder auch aus Amerika ein. Durch die in zwölf Abteilungen gegliederte Ausstellung zieht sich als roter Faden das leibhaftige und emotionale Verhältnis des Menschen zum Raum. Ihre Titel, etwa „Gesichter“, „Gebärdefiguren“ oder „Schock und Charme der Dinge“, reflektieren die ungeheure Vielfalt der modernen Plastik.
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