| Johann Wilhelm Schirmer in seiner Zeit Landschaft im 19. Jahrhundert zwischen Wirklichkeit und Ideal Online-Preview
Vom 20.04. – 14.07.2002 im Hauptgebäude (Suermondt-Ludwig-Museum Aachen 24.8. – 17.11.2002)Werke Johann Wilhelm Schirmers fehlten in keiner der jüngsten, internatinalen Ausstellung früher Freilichtmalerei; und doch gilt es, diesen bedetenden deutschen Landschaftsmaler in Rang und Vielfalt erst wieder neu zu entdecken.
Diese erste Retrospektive umfasst alle Schaffensphasen des Künstlers – vom Studienbeginn an der Düsseldorfer Akademie über seine dortige Lehrtätigkeit bis zur prägenden Rolle als erster Direktor der neuen Karlsruher Akademie. Exemplarisch verkörpert sein Werk die Neuerungen und Wider-sprüche des allgemeinen Aufbruchs zu unverstellter Naturwahrheit nach der Romantik. Daher betont die Ausstellung die extreme Spanne zwischen Frei-lichtmalerei und Komposition, privaten, allerdings als Studienvorlagen ver-wendeten Naturskizzen und für die Öffentlichkeit bestimmten Kompositionen.
Schirmers frühe Pleinair-Malerei sucht in der deutschen Kunst des zweiten Jahrhundertviertels ihresgleichen. Dabei führt sie, anders als in Frankreich, nicht zur impressionistischen Befreiung der Farbe, sondern bleibt auf Detailbeobachtungen und stoffliche Naturnähe konzentriert. Die Ausstellung bietet daher einerseits einen Überblick über die Entwicklung seiner unkonventionellen Naturstudien und anderseits eine repräsentative Auswahl eidrucksvoller Landschaftskompositionen im Geiste Jacob van Ruisdaels und Claude Lorrains. Dazwischen stehen die erfrischenden Porträtlandschaften in natürlichem Licht. Schwerpunktartig wird auch der Entstehungsprozess einiger Hauptwerke vor Augen geführt.
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