| Was Irmela Maier und Thomas Putze verbindet, ist das verblüffende Vermögen, Materialien so zu verarbeiten, dass sie völlig gegensätzlich wahrgenommen werden. So meint man beispielsweise beim Anblick eines Pingu-ins von Thomas Putze den Flaum des Gefieders förmlich zu erspüren und muss beim genaueren Hinsehen erkennen, dass die Struktur tatsächlich aus porösem rauem Beton besteht. Ebenso verhält es sich beim scheinbar flauschigen Fell von Irmela Maiers Orang-Utan, das sich schließlich als Gespinst von unzähligen Kupferdrähten entpuppt.
Die Ausstellung bietet die Gelegenheit, sich faszinierenden Kreaturen zu nähern und diese mit einer Vielzahl von Angeboten kreativ zu erfassen. Neben der Möglichkeit zu malen und zu zeichnen, können junge Besucher ihre Eindrücke auch in kleinen Gedichten und Geschichten als Ton-aufnahme festhalten, Zwiesprache mit den Tieren halten oder sich in die Gedankenwelt eines nachdenklich schauenden Orang-Utans einfühlen.
In zahlreichen Workshops und Sonderführungen wird es Gelegenheit geben, mit denselben Materialen zu experimentieren, die auch die beiden Künstler einsetzen. Hier werden Tiere aus Draht, Holz, Ton oder auch All-tagsgegenständen entstehen.
"Tierisch gut!" versteht sich als Fortführung der sehr erfolgreichen Schau "Schwein gehabt! Eine kleine Tierschau im Museum“. Während dort Gemälde vom 17. bis zum frühen 20. Jahrhundert das Thema „Tier“ beleuchten, wird hier dieser Themenkreis durch höchst unterschiedliche zeitgenössische Tierskulpturen erwei-tert. Die voneinander unabhängig konzipierten Ausstellungen ergänzen sich damit inhaltlich, kontrastieren a-ber gleichzeitig durch die unterschiedlichen Gattungen, Entstehungszeiten und Inhalte der Kunstwerke.
Einführung für Lehrer und Erzieher: 11.03.2009, 18 Uhr
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