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Das Badische Landesmuseum Karlsruhe und die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe laden ab 29.9.2001 nicht nur mit der
Großen Landesausstellung "Spätmittelalter am Oberrhein", sondern auch mit dem umfangreichen Begleitprogramm
gemeinsam zu einer Zeitreise ins Mittelalter ein. Mit außergewöhnlichen Konzerten, Vorträgen, Filmen,
Kulinarischem und vielem mehr werden interessante Facetten spätmittelalterlichen Lebens und Kunstschaffens lebendig
gemacht. Mehr als 50 Veranstaltungen in den beiden Museen und anderen Institutionen in Karlsruhe und Umgebung finden
während der gesamten Ausstellungsdauer statt.
Schon am Weltkindertag, dem 20. September, wird im Kindermuseum der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe die Ausstellung "Fenster
zum Mittelalter" eröffnet. Zum Auftakt der Großen Landesausstellung lädt das Badische Landesmuseum am 6./7.
Oktober zu einem mittelalterlichen Handwerkerfest ein.
Mit Musik und Texten geben verschiedene Ensembles in beiden Häusern einen facettenreichen Eindruck vom Lebensgefühl
der Menschen im Mittelalter. Auf historischen Instrumenten werden sakrale Musik, weltliche Lieder und Tänze erklingen.
Dadurch entsteht ein Bild von der Vielfalt der Musik des 15. Jahrhunderts am Oberrhein. Zu den Ensembles gehören
beispielsweise "I Ciarlatani" (30.9.), "Freiburger Spielleyt" (23.11.) und "Les haulz et les bas" (16.1.).
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Hochkarätige Referenten konnten für Vorträge gewonnen werden: Themen sind zum Beispiel die mittelalterliche
Stadtplanung, Formen der Bildverehrung im Mittelalter, die Sicht der Gegenwart auf die Epochenwende um 1500, die Funktion
von Bildern und der Streit um sie. Sprechen werden unter anderem Prof. Dr. Hans Belting, Prof. Klaus Humpert, Dr. Peter
Jezler, Prof. Dr. Bernd Moeller, Prof. Dr. Wolfgang Schild.
Verschiedene Lesungen greifen weitere religiöse, geistes- und kulturgeschicht-liche Aspekte auf. Eine muntere
TextCollage mit musikalischer Begleitung haben Rita Fromm und Dr. Françoise Hammer um ein Luther-Zitat arrangiert, das
Folgendes sagt: "Weibern, die da Herren im Hause sein wollen, zu dienen, ist nicht allein lästig, sondern auch
schändlich ..." (13.1.). Unter dem Motto "Dein Wille geschehe ... und nicht unser Wille!" hält der Kabarettist
Hanns Dieter Hüsch eine moderne Predigt, die musikalisch von "Ludus Venti" umrahmt wird (29.10). Der
Tübinger Rhetoriker Prof. Dr. Walter Jens liest zwei erfundene Selbstgespräche des Judas und des Petrus und
gibt damit originell und hochintelligent einen Einblick in das Leben und Denken zweier Außenseiter (10.1.).
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