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Landesausstellung 2001
29.09.2001 bis 03.02.2002

"Spätmittelalter am Oberrhein"
Große Landesausstellung Baden-Württemberg

Maler und Werkstätten 1450-1525

Der Oberrhein als Kunstzentrum

Der Oberrhein war um 1500 eine der blühendsten Kunstlandschaften Europas. Die Ausstellung "Spätmittelalter am Oberrhein: Maler und Werkstätten 1450-1525" in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe gibt erstmals einen weit gespannten Überblick über das reiche spätmittelalterliche Kunstschaffen in dieser Region und im westlichen Bodenseegebiet. Gezeigt werden vor allem sakrale Werke, die zwischen 1450 und 1525 in den großen Bischofs- und Bürgerstädten - in Straßburg, Basel, Colmar, Freiburg und Konstanz - entstanden.

Während sich das Badische Landesmuseum unter dem Titel "Alltag, Handwerk und Handel" der Darstellung des weltlichen Lebens widmet, wird die Ausstellung in der Staatlichen Kunsthalle einen Eindruck von der immensen Bedeutung der Religiosität für die Menschen jener Zeit vermitteln.
Die spätmittelalterliche Frömmigkeit, die sowohl von froher Zuversicht als auch von tiefer Weltangst und Untergangsvisionen geprägt war, fand ihren Niederschlag in Kunstwerken, in denen christliche Glaubensinhalte eindringlich veranschaulicht und aktualisiert wurden. Christus, Maria und die Heiligen, ihr Leben und Leiden wurden auf immer neue Weise dargestellt.

Ausstellungsrundgang

In sechzehn Räumen wird das Wirken der berühmtesten Meister ihrer Epoche vor Augen geführt. Der Rundgang beginnt vor Werken der Malerei aus dem Bodenseegebiet, in dem die Malerfamilie Murer um 1450/70 tätig war.

In Straßburg gehörte der "Meister der Karlsruher Passion", bei dem es sich vermutlich um Hans Hirtz handelte, zu den wichtigsten Künstlern in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Seinem einzigen erhaltenen Werk, den sieben für die Ausstellung erneut vereinten Tafeln der "Karlsruher Passion", begegnet der Besucher im zweiten Raum, in dem außerdem Werke des Meisters des Feldbacher Altars, Caspar Isenmanns und Martin Schongauers präsentiert werden. Das Schaffen Martin Schongauers in Colmar stellt einen Höhepunkt der Kunstblüte jener Epoche dar. Er war der überragende Maler und Kupferstecher seiner Generation und wirkte nicht nur vor Ort auf seine Zeitgenossen, sondern unter anderem auch auf den jungen Albrecht Dürer, der 1491 aus Nürnberg an den Oberrhein reiste, um hier Schongauers Kunst zu studieren. Kupferstichen von Schongauer, Gemälden, Goldschmiedearbeiten und Stichen aus seinem Umkreis sind die Räume zwölf bis fünfzehn gewidmet.

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