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In neuem Glanz erstrahlt der restaurierte Hohenlandenberg-Altar aus der Werkstatt des Michel Haider. Er bildet das
Herzstück des dritten Raumes, in dem bedeutende Altarwerke vom Bodensee und dem Oberrhein ausgestellt werden. Saal
vier ist den ergreifenden Werken von Matthias Grünewald gewidmet, des Schöpfers des Isenheimer Altars. Die
Kreuzigung und Kreuztragung des Tauberbischofsheimer Altars zählen zu den bedeutendsten Werken der Kunsthalle.
Der Oberrhein war am Vorabend der Reformation ein florierendes Zentrum des frühen Kupferstichs und des Buchdrucks. Dies
belegen vor allem die Exponate in den Räumen sechs und sieben. Werke des hochbedeutenden, namentlich nicht näher
bekannten "Meisters E.S.", in denen Motive der zeitgenössischen Malerei aufgegriffen werden, die aber auch ihrerseits
auf die Malerei zurückwirkten, sind hier zu sehen.
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Die Zeichenkunst (Räume acht und neun) ist unter anderem durch erlesene Blätter des Straßburger "Meisters
der Gewandstudien" vertreten, von dem die Kunsthalle auch charakteristische Tafelbilder besitzt; daneben werden Glasgemälde
aus seinem Umkreis gezeigt.
Ein Sonderabschnitt der Ausstellung widmet sich der privaten Andachtskunst (Raum elf), die durch Klappaltärchen,
illuminierte Gebetbücher und Einblattholzschnitte repräsentiert wird. Den Abschluss bilden Gemälde von Hans
Baldung Grien. Auf seinen weltlichen Auftraggeber, den Markgrafen Christoph I. von Baden, und auf Hugo von Hohenlandenberg,
Bischof von Konstanz, lenkt die Ausstellung ihr besonderes Augenmerk, um auch die Rolle der Stifter im späten
Mittelalter zu beleuchten.
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