| Nach Abschluss der High Scholl beginnt er als Marinekadett an der Purdue Universität Flugzeugbau und Luftfahrttechnik zu studieren. 1949 unterbricht er sein Studium und fliegt im Korea-Krieg 78 Kampfeinsätze, bevor er sich wieder zivileren Aufgaben zuwendet. Mit einem mustergültigen Abschluss heuert Armstrong beim „National Advisory Committee for Aeronautics“, der Vorläuferorganisation der NASA an, und sammelt hier als Testpilot Erfahrungen mit über 200 verschiedenen Flugobjekten.
"Armstrong fliegt eine Maschine, als ob es sein Anzug wäre“, staunt ein Kollege, und tatsächlich scheint der Ausnahmepilot nur hoch über dem Boden in seinem Element zu sein. Mit dem legendären Raketenflugzeug X-15 erreicht er bei einem Testflug bereits die schwindelerregende Höhe von 63 Kilometern.
1962 wird Neil Armstrong Mitglied des Astronautenteams der NASA und unterzieht sich im texanischen El Lago einem vierjährigen intensiven Trainingsprogramm. Am 16. März 1966 startet er an der Seite von David Scott zu seiner ersten Weltraummission. Im Verlauf von „Gemini 8“ gelingt den beiden ein Aufsehen erregendes Andockmanöver, doch die eigene Flugkapsel gerät bei der Kontaktaufnahme mit dem Satelliten Agena ins Trudeln und erreicht schließlich Rotationsgeschwindigkeiten von einer Umdrehung pro Sekunde. „Gemini 8“ wird abgebrochen, die Astronauten müssen im Pazifik notlanden.
Neil Armstrong wird noch im gleichen Jahr Ersatzmann des „Gemini 11“-Projekts und sitzt auch für die Mondorbit-Erkundung „Apollo 8“ auf der Reservebank. Bei einem schweren Trainingsunfall Anfang 1968 kommt er erneut mit dem Leben davon. Bei den NASA-Verantwortlichen hinterlässt die Souveränität, mit er auch unvorhersehbare Situationen meistert, nachhaltigen Eindruck.
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