| „Freiem Lieben, freiem Leben, Hab’ ich ewig mich ergeben.“
heißt es in dem Gedicht "Lebensmotto", und "An ihn" geht noch mehrere Schritte weiter:
„Wenn den unterdrückten Knechten Erst der Freiheit Sonne scheint; Wird das Weib mit gleichen Rechten Einst dem freien Mann vereint.“
Louise Franziska Hoche wurde am 26. November 1814 in Gröningen bei Halberstadt als jüngstes Kind des Konsistorialrats Johann Gottfried Hoche und seiner Ehefrau Louise geboren. Im Alter von 21 Jahren drängte die gutbürgerliche Familie sie in eine Ehe mit dem englischen Fabrikanten Samuel Aston, der in unerschütterlicher Zeugungskraft bereits vier uneheliche Kinder von drei Frauen hatte. Durch die neue Verbindung stieg die Zahl der Nachkommen auf sieben, doch Louise versuchte immer wieder aus dem engen bürgerlichen Korsett auszubrechen.
1839 wurde die Ehe geschieden, der anschließenden Versöhnung folgte eine zweite Heirat, die ebenfalls nur von kurzer Dauer war. Louise Aston zog nach Berlin und unterhielt hier neben einigen viel diskutierten Liebesaffären einen literarischen Salon, in dem unter anderem auch Max Stirner, der Prophet des Individualismus, verkehrte. Nach der Ausweisung lebte sie in Köpenick und der Schweiz und verarbeitete ihren Dauerkonflikt mit der bürgerlichen Gesellschaft in der Schrift " Meine Emancipation, Verweisung und Rechtfertigung", welcher der autobiografische Roman "Aus dem Leben einer Frau" folgte, der bei Hoffmann und Campe in Hamburg erschien.
In dem angriffslustigen Pamphlet schilderte sie auch die Ereignisse, die zu ihrer Ausweisung führten:
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