| <©>für alle Bilder dieses Beitrages: Delphi, X-Verleih, WDR
Als Hauptkommissar Frank Thiel hat er längst Kultstatus erreicht, doch Axel Prahl kann auch ganz anders. Wenn er nicht gerade die skurrilen Tatorte im westfälischen Münster besichtigt, schlüpft er in die Rolle von Stasi-Offizieren ("Aus Liebe zum Volk"), Ex-Tapezierern („Du bist nicht allein“), oder Imbissbudenbesitzern ("Halbe Treppe"). Er leiht dem bösen Wolf seine Stimme ("Die Rotkäppchen-Verschwörung"), taucht in einem Musikvideo der Band „Wir sind Helden“ auf, und gelegentlich kehrt er auf die Bretter zurück, auf denen alles begonnen hat und begeistert das Publikum beispielsweise als Mackie Messer in Brechts "Dreigroschenoper".
In seinem neuesten Film "Mondkalb", der seit dem 31. Januar in den deutschen Kinos zu sehen ist, spielt Axel Prahl einen Fahrlehrer in der ostdeutschen Provinz, der nach dem Selbstmord seiner Frau den lautstarken Lebenskünstler gibt. Regisseurin Sylke Enders konfrontiert ihn mit einem schwierigen 12jährigen Sohn (Leonard Carow) und der gerade aus dem Knast entlassen Alex (Juliane Köhler), die im Haus ihrer Großmutter einen Neuanfang starten will. Die Filmbewertungsstelle verlieh "Mondkalb" die Auszeichnung "Besonders wertvoll". Hier sei "einer dieser feinfühlig-genauen deutschen Spielfilme gelungen, der sich gegen auf internationale Märkte schielende reißerische Themen und Inszenierungen behauptet und die Qualitäten heimischer Themen und Erzählstile aufblühen lässt."
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