| In den vergangenen Jahren hat sich in Bonn vieles verändert. Auf der politischen Bühne spielt die ehemalige Bundeshauptstadt nur noch eine Nebenrolle, doch als Kultur- und Dienstleistungsmetropole ist Bonn relativ mühelos der Sprung ins neue Jahrtausend geglückt. Ein Besuch der 2000 Jahre alten Stadt lohnt sich deshalb heute vielleicht noch mehr als in früheren, bewegteren, aber eben auch hektischeren Zeiten.
Beethoven
Gesetzt den Fall, es gibt wenigstens unter den Bonn-Besuchern ausgemachte Klassik-Muffel – dem größten Sohn der Stadt werden sie nicht entgehen können. Denn das musikalische Genie, das im Dezember 1770 in einem Hinterhaus der Bonngasse 20 geboren wurde, später nach Wien abwanderte, sich aber selbst in gutgelaunten Momenten als „Beethoven bonnensis“ titulierte, dominiert nicht nur das kulturelle Gedächtnis, sondern auch das Stadtbild. Neben dem Beethoven-Denkmal von Ernst Hähnel, das 1845 enthüllt wurde, sollte man sich das Geburtshaus des Komponisten (www.beethoven-haus.de), in dem heute Ausstellungen, Konzerte und Tagungen stattfinden, das aber auch über eine große Bibliothek und ein phänomenales Archiv verfügt, nicht entgehen lassen. Für die Daheimgebliebenen findet sich bestimmt auch etwas hauseigenen „Fan-Shop“, der über 800 Artikel bereit hält.
Zu den Beethoven spezifischen Sehenswürdigkeiten zählt natürlich auch die 1959 erbaute Beethoven-Halle (www.beethovenhalle.de), in der Konzerte und Kongresse veranstaltet werden, das seit 1845 in zunächst unregelmäßigen Abständen und nun alljährlich gefeierte Beethoven-Fest oder die schrille Betonskulptur "Beethon", die Klaus Kammerichs Mitte der 80er Jahre aus Styroporgußformen herstellte
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