Suche swo.de home > - Bücher und klassische Töne im SWO | Kunstportal Baden-Württemberg
NEWSLETTER KONTAKT/IMPRESSUM SITEMAP
Web
  
        BILDENDE KUNST
        AKTUELLE AUSSTELLUNGEN
        KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER
         
        MUSEEN
        ZKM KARLSRUHE
        MUSEUM RITTER WALDENBUCH
        MUSEUM IM PREDIGER SCHW. GMÜND
        STAATLICHE KUNSTHALLE KARLSRUHE
        MUSEUM WÜRTH KÜNZELSAU
        WEITERE MUSEEN
         
        STÄDTISCHE GALERIEN
        STÄDTISCHE GALERIE KARLSRUHE
        FRUCHTHALLE RASTATT
        GALERIE IM PREDIGER SCHW. GMÜND
        ULMER MUSEUM
        WEITERE STÄDTISCHE GALERIEN
         
        VERSCHIEDENE KUNSTINSTITUTIONEN
        ART KARLSRUHE 2012
        MESSE EUNIQUE 2012
        ZKM-MUSEUMSKOMMUNIKATION
        BBK KARLSRUHE
 
       KULTURREDAKTION
       KÜNSTLERINNEN und KÜNSTLER
       KULTURTIPPS PROF ULI ROTHFUSS
       FILMBOARD KARLSRUHE e.V.
       DR. THORSTEN STEGEMANN
       THEATER: CHRISTIAN TEPE
       HARALD SCHWIERS
       VIOLA EIGENBRODT
       KUNSTBÜCHER
        
Die Virtuelle Kulturregion

Thorsten Stegemann in der Virtuellen Kulturregion

Wolfgang Emmerich: Paul Celan
Jean Bollack: Paul Celan

Theodor W. Adornos pointierte Behauptung, "nach Auschwitz sei es unmöglich geworden, Gedichte zu schreiben", hat den wohl bedeutensten Lyriker der deutschen Nachkriegszeit nur geärgert: "Kein Gedicht nach Auschwitz (Adorno): was wird hier als Vorstellung von ´Gedicht´ unterstellt? Der Dünkel dessen, der sich untersteht, hypothetisch-spekulativerweise Auschwitz aus der Nachtigallen- oder Singdrossel-Perspektive zu betrachten oder zu berichten." Paul Celan (1920-1980) wußte es besser. Er hatte genügend persönliche Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus, dem beide Eltern zum Opfer fielen, gemacht, um selbst entscheiden zu können, ob er Faschismus und Holocaust zum zentralen Thema seines Werkes machen wollte und konnte; und dass die sprachliche Umsetzung des nahezu Unbeschreiblichen für jeden Leser verständlich sein würde, hat er nie behauptet.

Um so erstaunlicher mutet die rückhaltlose Unterstützung der deutschen Feuilletons an, die in Celan die poetisch verbrämte Abrechnung und den politisch indifferenten Neuanfang vereint sahen. Bis dann die ersten Anzeichen eines möglichen Skandals auftauchten und die Witwe Ivan Golls ebenso haltlose wie effektive Plagiatsvorwürfe in die weite Welt setzte. Woraufhin der kaum verstandene, aber wirkungsvoll beworbene Paul Celan einer in diesem Fall nun wirklich ahnungslosen Menge zum Fraß vorgeworfen wurde und den Freitod in der Seine einem Leben unter Fremden vorzog.


weiter bitte

zurück zur Übersicht bitte

Seite weiter empfehlen
KOOPERATIONS-
PARTNER:
 
 SWO-
  DIENSTLEISTUNGEN
 AKTUELLES




Begegnung
SWO Künstlerinnenporträt über über Marie Madeleine Noiseux

Werben für Kunst-Ausstellungen im SWO | Kunstportal-BW


Kunst für junge Leute
Neuer SWO-Service

SWO-Kunst (daten-) Bank
Alle relevanten Kunst-Ausstellungen in Baden-Württemberg

Unterstützen Sie mit SWO den Gnadenhof e.V.
Unterstützen Sie mit SWO den Gnadenhof e.V.