| Charles Bukowski (1920-1994), der unermüdliche Beschwörer des amerikanischen Albtraums, beherrschte die Gattung der Short Story wie kaum ein zweiter. Sie bot ihm die Möglichkeit, spontane Eindrücke unvermittelt wiederzugeben und seine Sicht der Dinge auf engstem Raum darzulegen. Die teils krass realistischen, teils phantastisch-verstiegenen Geschichten ergeben in der Summe ein ebenso grandioses wie boshaftes Zerrbild des modernen Amerika.
Zynisch, brutal und obszön leiht Bukowski seine Stimme all denen, die vom "american way of life" abgekommen sind. Mit verzeifeltem Humor, doch ohne Spur von Wehleidigkeit schildert er das Leben gescheiterter Existenzen, den Alltag von Mördern, Zuhältern, Huren und Alkoholikern. Dass die Hochglanzfassade unserer schönen neuen Welt dadurch einige hässliche Risse bekommt, gehört sicher zu Bukowskis bleibenden Verdiensten. Die bei Fischer in 8. Auflage erschienene und zum 80. Geburtstag des Autors mit neuem Umschlag versehene Sammlung "Fuck Machine" enthält eine Auswahl aus dem legendären Short Story-Band "Erections, Ejaculations, Exhibitions and General Tales of Ordinary Madness" von 1972.
Charles Bukowski: Fuck Machine, Fischer Taschenbuch, 7,90 €
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