| Seit den ersten Fotos und Filmausschnitten, die einen hochgradig athletischen, energiegeladenen und überraschend smarten Bond zeigen, kann sich der Schauspieler kaum noch über einen Mangel an wohlwollender Unterstützung beklagen. Die pensionierten Geheimagenten Connery und Moore setzten sich öffentlich für Craig ein, und nun gibt es auch im Internet Plattformen wie www.craigisbond.net, die jede Menge guter Argumente für den neuen 007 parat haben. Wer will, kann hier in sieben Schritten zum Daniel Craig-Fan werden:
„1.: Die Zeit vergeht. 2.: 1962 war Sean Connery James Bond. 3.: 2006 ist Daniel Craig James Bond. 4.: Sie werden jeden Tag älter. 5.: Das neue Gesicht von Bond erinnert Sie ganz einfach an diese Tatsache. 6.: Eines Tages werden Sie sterben. 7.: Der Boykott von ´Casino Royal´ wird daran nichts ändern.“
Treffender lässt sich das Thema kaum zusammenfassen, doch auch ein Blick auf die bisherige Karriere des lange umstrittenen Darstellers schürt die Hoffnung, dass es sich bei Craig mitnichten um eine Fehlbesetzung handelt. Schließlich hat der 1968 als Sohn eines Stahlarbeiters und einer Kunstlehrerin geborene Engländer das Theater- und Kinopublikum schon oft überzeugen und begeistern können. Nachdem er als 16jähriger von Liverpool nach London gezogen war und hier die berühmte „Guildhall School of Music and Drama“ besucht hatte, bekam er schnell die Chance sein Talent unter Beweis zu stellen. Schon Anfang der 90er Jahre sah man Craig nicht nur in diversen Bühnenstücken, sondern auch in namhaften Film- und Fernsehproduktionen.
Hier agierte er oft nur aus der zweiten Reihe, verlieh seinen Nebenrollen jedoch ein unverwechselbares Profil und sorgte so fortlaufend für steigende Aufmerksamkeit. Die Liste seiner Partner entwickelte sich dabei langsam, aber stetig zum Who is Who des internationalen Filmgeschäfts. Mit Armin Mueller-Stahl und Morgan Freeman spielte er „Im Glanz der Sonne“ (1992), bei „Elisabeth“ (1998) hießen die Kollegen Cate Blanchett, Joseph Fiennes oder Richard Attenborouhg, „I dream of Africa“ (2000) führte ihn mit Kim Basinger, der Kassenschlager „Lara Croft: Tomb Raider“ (2001) mit Angelina Jolie und der Gangsterfilm „Road to Perdition“ (2002) mit Tom Hanks und Paul Newman zusammen.
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