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Thorsten Stegemann in der Virtuellen Kulturregion SWO über Catherine Deneuve

Thorsten Stegemann in der Virtuellen Kulturregion


"Catherine Deneuve"

Sie gilt als Grande Dame des französischen Kinos und eine der profiliertesten Charakterdarstellerinnen überhaupt. Das ist umso bemerkenswerter als Catherine Deneuve nie eine Schauspielausbildung absolvierte und um jene Bretter, die zumindest sprichwörtlich die Welt bedeuten, zeitlebens einen beachtlichen Bogen machte. Nervosität und Lampenfieber standen einer großen Theaterlaufbahn im Wege, aber auf der Leinwand war davon nichts zu spüren. In rund 100 Filmen fesselte die Deneuve ihr Publikum durch eindrucksvolle Rollenporträts, komödiantisches Talent und überdurchschnittliche Experimentierfreudigkeit. Am 22. Oktober feierte Catherine Deneuve ihren 60. Geburtstag.

Die 1943 in Paris geborene Aktrice gehört zu einer ganzen Schauspielerdynastie. Ihr Vater, Maurice Dorleac, war Autor und Darsteller, die Mutter, Renée Simonot, verdiente ihr Geld ebenfalls mit der Schauspielerei und die Schwester, Francoise Dorleac, die im Alter von nur 25 Jahren an den Folgen eines Autounfalls starb, galt in den frühen 60er Jahren als eines der hoffnungsvollsten Bühnen- und Filmtalente. Kein Wunder also, dass Catherine, die zunächst eine katholische Privatschule und dann das Lycée La Fontaine in Paris besuchte, schon mit 13 Jahren zum ersten Mal vor der Kamera stand. Die fürsorgliche Betreuung, die ihr der Starregisseur Roger Vadim angedeihen ließ, hatte zunächst allerdings nur persönliche Folgen. 1963 kam ihr Sohn Christian Vadim zur Welt, der längst in die Fußstapfen der berühmten Mutter getreten ist und – ähnlich wie seine 1972 geborene Schwester Chiara Mastroianni – mit großen französischen, aber auch internationalen Produktionen auf sich aufmerksam macht.

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