| Vor dem Kinostart hatten nur Nostalgiker und mutige Investoren damit gerechnet, dass sich der gute alte Piratenfilm noch einmal vom Staub der Archive befreien könnte. Doch als Johnny Depp alias Captain Jack Sparrow vor drei Jahren zum ersten Mal über die Leinwand tobte, wurde auch der letzte Skeptiker eines Besseren belehrt. Von den 125 Millionen Dollar Produktionskosten spielte „Der Fluch der Karibik“ weltweit 650 Millionen wieder ein, und auch hierzulande wollten fast sechs Millionen Kinobesucher sehen, wie die schöne Elizabeth (Keira Knightley) aus den Klauen des untoten Captain Barbossa (Geoffrey Rush) befreit wird.
Unter diesen Umständen war klar, dass die Fortsetzung nicht lange auf sich warten lassen würde. Seit dem 27. Juli ist es nun soweit. Wenn „Fluch der Karibik 2“ in den deutschen Kinos läuft, dürfte aber auch Teil 3 schon im Kasten sein, und für Johnny Depp könnte es noch eine ganze Zeit so weiter gehen. „Es ist einfach fantastisch, diese Rolle zu spielen. Ich würde in eine tiefe Depression fallen, wenn ich mich von ihr verabschieden müsste“, erklärte der Schauspieler, der, so denn das Drehbuch gut genug ist, auch einen „vierten, fünften und sechsten Teil“ nicht ausschließen will.
Sollte das nicht mehr klappen, gibt es für Depp freilich noch andere Möglichkeiten, seinem neuen Steckenpferd zu frönen. Mit U2-Frontmann Bono hat er gerade eine CD produziert, auf der zum Schunkeln animierende Seemannslieder wie „The Dying Sailor To His Shipmates“ zu hören sind. Außerdem reichten die fürstlichen Honorare der vergangenen Jahre zum Kauf einer eigenen Insel. Für 2,3 Millionen Euro hat der Schauspieler das Karibik-Eiland „Little Halls Pond Cay“ erstanden, auf dem vor fast vier Jahrhunderten schon der berüchtigte Freibeuter Henry Morgan Zuflucht suchte.
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