| Deutsche Märchenstraße – das klingt nach verwunschenen Schlössern und dunklen Wäldern, Hexen, Zauberern und Kobolden, verfolgter Unschuld und ritterlichem Heldenmut. Doch worum handelt es sich in der ach so schnöden Realität? Um eine Arbeitsgemeinschaft von über 70 Städten, Gemeinden und Landkreisen, die sich zum Zwecke der touristischen Erschließung ihrer Sehenswürdigkeiten seit 1975 zusammengefunden haben.
Trotzdem macht die deutsche Märchenstraße ihrem Namen alle Ehre. Sie verbindet auf einer Länge von über 600 Kilometern die Schauplätze berühmter Sagen, Märchen und Legenden. Zwischen Hanau und Bremen trifft man allerorten auf Figuren der Gebrüder Grimm, aber auch Max und Moritz, Baron Münchhausen und der legendäre Rattenfänger treiben hier ihr Unwesen. Kein Wunder also, dass sich die Deutsche Märchenstraße zu einer gern und oft besuchten Ferienroute entwickelt hat. Zumal es auf dem langen Weg auch noch zahlreiche historische Stadtkerne und liebevoll renovierte Baudenkmäler, mehrere Naturparks und Landschaftsschutzgebiete sowie eine Unzahl von Veranstaltungen zu bewundern gibt.
Stationen
Hanau ist der Ausgangspunkt der Deutschen Märchenstraße. Hier wurden vor über 200 Jahren die Gebrüder Grimm geboren, deren fast sieben Meter hohes Denkmal den Marktplatz des idyllischen Städtchen ziert. Dahinter erhebt sich das monumentale Neustädter Rathaus, eines von mehreren bedeutenden Baudenkmälern der Region. Zu diesen zählt sicher auch die als Museum und Veranstaltungsort der Brüder-Grimm-Märchenfestspiele genutzte Anlage Schloss Phillipsruhe, die weitgehend zerstörte, aber noch immer sehr eindrucksvolle Wallonisch-Niederländische Kirche oder das Schloss Steinbeck aus dem frühen 13. Jahrhundert, in dem heute ein Museum für Vor- und Frühgeschichte untergebracht ist. Aus neuerer Zeit stammt der Wildpark „Alte Fasanerie“, der seine Entstehung (1705) der Jagdleidenschaft eines Mainzer Erzbischofs verdankt und derzeit von mehreren hundert, zum Teil sehr seltenen Wildtieren wie Wolf, Luchs, Rhönschaf oder Thüringer Waldziege bewohnt wird.
weiter bitte
zurück zur Übersicht bitte | |