| Eigentlich macht Hugh Grant alles falsch, was man als Schauspieler und potenzieller Weltstar so falsch machen kann: Er tritt in den immer gleichen, leicht versnobten, aber durchgängig liebenswerten Rollen auf, behandelt Journalisten mit einer gezielten Mischung aus Arroganz und Selbstgefälligkeit und benimmt sich am Set – nach eigenen Angaben – „furchtbar“ und „total neurotisch“.
In diversen Internetforen gehört sein Name zu den meistgenannten, wenn es um „verhasste Schauspieler“ geht, und wer bedenkt, dass Grant ganze Filmpremieren zum Absturz bringen kann, indem er flucht, pöbelt und alles "Fuck!" findet, mag Kommentare wie den eines Internet-Users namens "Pferdemetzger" noch höchst maßvoll und allemal verdient finden: „Ich glaube man könnte alle Filme mit ihm in einen Schneideraum werfen und wahllos irgendwelche Szenen aneinander reihen: Es käme immer derselbe Film raus!“
Seine eigenwillige Berufsauffassung ist auch nicht jedermanns Sache. Manche Kinogänger sind im voraus verunsichert, wenn er unumwunden erklärt, dass ihm die Rollen eigentlich gleichgültig sind und er ausschließlich Charaktere verkörpern will, die sich positiv auf sein Image auswirken. Grants Credo – „Das Entertainment muss funktionieren!“ – ist eines smarten Mittvierzigers durchaus würdig, lässt den einen oder anderen Filmfreund aber schon vor dem Besetzungszettel fliehen. Unter diesen Umständen verwundert es kaum, dass der Schauspieler zur Mehrheit seiner Kollegen ein nicht eben freundschaftliches Verhältnis pflegt. Viele von ihnen seien ohnehin „Mistkerle“, die für eine gute Rolle sogar ihre Großmutter umbringen würden, gab Grant jüngst zu Protokoll.
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