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Stegemann über Jodie Foster 3

Thorsten Stegemann in der Virtuellen Kulturregion


"Eine solide Weltkarriere
Jodie Foster wird 40“

Trotzdem stand sie Jahr für Jahr vor der Kamera und drehte zwischen 1976 und 1988 rund 20 Filme ab, von denen allerdings nur Nicolas Gessners fesselnder Psychothriller „Das Mädchen am Ende der Straße“ (1976) , „Bugsy Malone“ (1976), „Hotel New Hampshire“ (1984) und „Pinguine in der Bronx“ (1986) längerfristig im Gedächtnis blieben. Unvergesslich gestaltete sie dann aber ihren Auftritt in Jonathan Kaplans Justizdrama „Angeklagt“ (1988). Hier spielte Jodie Foster an der Seite von Kelly McGillis das gedemütigte Opfer einer mehrfachen Vergewaltigung, das sich trotz der Traumatisierung, die durch den Vorwurf, sie selbst habe das Verbrechen provoziert, noch verschärft wird, dazu durchringt, die Täter vor Gericht zu bringen. Die eindrucksvolle Darstellung dieses Leidensweges brachte Jodie Foster den ersten Oscar ein, obwohl sie in „Angeklagt“ weder das sonst immer mal wieder durchscheinende Klischee der „erotischen Kindfrau“ noch das der unterkühlten Außenseiterintelligenz bediente.

Drei Jahre später folgte ein weiterer Sensationserfolg, mit dem sich Jodie Foster endgültig in die erste Reihe der Hollywood-Stars spielte. In Jonathan Demmes Jahrhundertthriller „Das Schweigen der Lämmer“ (1991) überzeugte sie Publikum und Kritiker als Gegenspielerin des grandiosen Anthony Hopkins einmal mehr durch jene unaufgeregte Art absoluter Leinwandpräsenz, aus der wohl auch Kinolegenden gemacht werden. Für die Rolle der FBI-Agentin Clarice Starling, die sich durch grenzenlose Naivität in die innersten Geheimnisse des Menschen vorarbeitet, wurde sie als erste Frau unter 30 Jahren zum zweiten Mal mit dem Oscar ausgezeichnet.

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