| Im Juli dieses Jahres jährte sich sein Todestag bereits zum 30. Mal, doch Erich Kästner gehört noch immer zu den populärsten (Kinderbuch)Autoren aller Zeiten. Unter pädagogischen Gesichtspunkten sind seine Bücher wohl nicht mehr auf dem neuesten Stand, doch der kritische Blick auf gesellschaftliche Defizite und politische Fehlentwicklungen hilft uns auch heute noch, hinter die eine oder andere Kulisse zu blicken.
Zugegeben, das 20. Jahrhundert ist nicht gerade arm an berühmten und berüchtigten, prominenten und Aufsehen erregenden Persönlichkeiten. Doch der Mann, der am 23. Februar 1899 in Dresden geboren wurde, hat den meisten von ihnen etwas Entscheidendes voraus: Erich Kästner kennt im wahrsten Sinne des Wortes jedes Kind. Als Autor von Romanen, Theaterstücken und Erzählungen, Chansontexten, Kabarettprogrammen und Filmdrehbüchern, vor allem aber als Verfasser von Kinderbüchern steuerte er nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches seinen durchaus nicht unerheblichen Teil zu der Hoffnung bei, in Deutschland könne endlich eine Generation mit dem Talent zur Lernfähigkeit heranwachsen.
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