| Kurator und Kunsthallenleiter André Lindhorst hat mit vielen Kollegen und den ausstellenden Künstlern rund fünf Jahre an der Realisierung gearbeitet. Mit den konkret-minimalistischen Installationen, will er zeigen, dass die Lichtkunst längst ein fester Bestandteil der bildenden Kunst geworden ist und die Auseinandersetzung mit wichtigen gesellschaftlichen Themen keineswegs scheut. Ein besonders signifikantes Beispiel liefern die virtuosen, beängstigend fragilen Arbeiten von Nir Alon. Seine auf Glühbirnen balancierenden Klassentische und –stühle symbolisieren auch die schwierige Situation im Nahen Osten, die ständig Gefahr läuft, aus der Balance zu geraten.
Nir Alon: ''Together we’re strong II'' (2005) Auch die anderen Künstler wollen den Betrachter motivieren, Sehgewohnheiten und Wahrnehmungsmuster immer wieder neu zu justieren. Siegfried Kreitner stellt mit «VIII 2006» ein kinetisches Objekt vor, das sich im Rhythmus der menschlichen Atmung bewegt. Gabriele Staarmann zeigt in ihrer «Lichtbox», wie ein simpler Farbfilter den Raum verändert. Christoph Dahlhausen wertet die Fassade der Stadtbibliothek mit Hilfe grüner und roter Folien auf, und Benjamin Schubert entwickelt vieldeutige Neonskulpturen aus ausrangierten Leuchtreklamen.
Die Ausstellung „Licht-Glas-Transparenz“ ist bis zum 28. November 2007 in der Kunsthalle Dominikanerkirche zu sehen.
zurück zur Übersicht bitte | |