| Till Lindemann hat es weit gebracht. Doch mit dem steilen Aufstieg des ehemaligen Bautischlers, Stellmachers, Zimmermanns, Korbmachers und Galerietechnikers zum Frontmann der in aller Welt gefeierten Kultband „Rammstein“ ist das Ende der Fahnenstange offenbar noch nicht erreicht. Der Gedichtband "Messer“ soll Lindemanns durchaus beträchtlicher Fangemeinde nun eine ganz neue Seite ihres Idols präsentieren.
Das gelingt allerdings nur zum Teil, denn die überwiegende Mehrheit der bezeichnenderweise zwischen 1995 und 2002 entstandenen Texte ist unverkennbar jener eigenwilligen Rammstein-Ästhetik verhaftet, die für die einen nur ein plumpes Aneinanderreihen archaischer und möglichst angstbesetzter Bilderfluten darstellt, während andere dahinter gleich ganze "Sprengsätze voller Kompromisslosigkeit“ vermuten.
weiter bitte
zurück zur Übersicht bitte | |