| Er hatte einen Traum, der bis heute nicht vollständig in Erfüllung gegangen ist. Doch die Zeiten, da Schwarze in den Vereinigten Staaten nicht dieselben Hotels oder öffentlichen Toiletten benutzen durften wie ihre weißen Landsleute oder gar verhaftet wurden, wenn sie sich weigerten, ihren Sitzplatz freiwillig zu räumen, sind wohl endgültig vorbei. Martin Luther King erzwang mit seinem gewaltlosen Widerstand gegen die Rassendiskriminierung eine Neuorientierung der amerikanischen Rechtssprechung, vor allem aber eine grundlegende Veränderung des öffentlichen Bewusstseins. Am 15. Januar wäre der charismatische Bürgerrechtler 75 Jahre alt geworden.
Michael Luther King Jr., der sich später nach dem deutschen Reformator Martin Luther umbenennt, wird 1929 in Georgia, im US-Bundesstaat Atlanta, geboren. Seine Mutter, Alberta King, arbeitet als Lehrerin, der Vater, Michael Luther King, ist Baptistenpfarrer und vererbt die Begeisterung für leidenschaftliche Verkündigungen weiter. Sein Sohn wird bereits im Alter von 18 Jahren zum Priester geweiht, studiert anschließend Theologie, promoviert und wird Pastor der "Dexter Avenue"- Baptistenkirche in Montgomery, Alabama. 1955 wartet auf die tätige Nächstenliebe des jungen Theologen, der vom Leben und Wirken Mahatma Ghandis fasziniert ist, die erste große Herausforderung. In Montgomery wird Rosa Parks, eine 43 Jahre alte schwarze Schneiderin, verhaftet, weil sie sich weigert, ihren Sitzplatz im vorderen Teil des Busses einem Weißen zu überlassen. Rund 50 Bürgerrechtler, unter ihnen Martin Luther King, organisieren daraufhin den sogenannten "Montgomery Bus Boycott", der das betroffene Unternehmen teuer zu stehen kommt. Im Verlauf der 381 Tage andauernden Aktion verliert der Fuhrpark zwei Drittel seines Umsatzes. weiter bitte
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