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In dem von berühmten Zeitgenossen wie Ludwig van Beethoven hochgeschätzten Franz Alexander Pössinger (1767-1827) nahm die Epoche des Biedermeier menschliche Gestalt an. Pössinger verließ seine Geburtsstadt Wien nur höchst ungern, spielte rund drei Jahrzehnte in der dortigen Hofkapelle und liebte kammermusikalische Innerlichkeit so sehr, dass er ganze Opern für den Hausgebrauch transkribierte. Das Streichtrio gehörte – trotz oder wegen der Notwendigkeit schwieriger Registerwechsel – zu seinen liebsten Besetzungen. Die akustischen Salondekorationen, die vom perfekt disponierten Ensemble „Kontraste Köln“ in Weltersteinspielung vorgestellt werden, beweisen vor allem in den langsamen Sätzen, dass Pössinger dabei nicht nur mit technischer Meisterschaft, sondern auch mit einer gehörigen Portion Raffinement zu Werke ging.
Franz Alexander Pössinger: Trio Concertante op.36, Nr.1-2; Serenata op.10, Capriccio
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