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Beim weltberühmten Chopin-Wettbewerb überzeugte er die Juroren 2005 so bedingungslos, dass sie erstmals keinen zweiten Preis vergeben mochten, um den gebührenden Abstand zu wahren. Und manch ein Kritiker war gar der Meinung, seit Krystian Zimermans legendärem Auftritt 20 Jahre zuvor keine vergleichbare Chopin-Interpretation mehr gehört zu haben. Sein Debütalbum zeigt nun einem großen Publikum, wen die Musikwelt mit Rafal Blechacz gewonnen hat. Der 22jährige demonstriert ein geradezu leidenschaftliches Formbewusstsein, verbindet die stilistische Strenge aber mit einer ungeheuer fesselnden, phantasievollen Gestaltungskraft, die ihm im Moment des Anschlags scheinbar unbegrenzt zur Verfügung steht. „Chopin ist mein Zuhause. Irgendwo in mir spüre ich, dass er genauso klingen sollte“, sagt Blechacz. Seinen Zuhörern geht es nicht anders.
Frederic Chopin: Sämtliche Préludes / 2 Nocturnes op. 62, Deutsche Grammophon
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