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Mit Hindemiths monumentaler Künstleroper begann Simone Young vor zwei Jahren ihre Amtszeit als neue Chefin der Hamburgischen Staatsoper. Die Australierin überzeugte Publikum und Kritiker nicht nur mit der Wahl des exorbitant schwierigen, politisch umstrittenen und viel zu selten gespielten Werkes, sondern vor allem am Pult eines Orchesters, das unter Youngs Leitung maximale Transparenz und exaltierten Klangrausch zu verbinden wusste. Der Live-Mitschnitt der Premiere begeistert daneben durch ein Ensemble, das sich mit dem stimmgewaltigen Staatsopernchor (Einstudierung: Florian Csizmadia) in den Rang einer Idealbesetzung singt. Das gilt zunächst für den urwüchsigen Bariton Falk Struckmanns (Mathis), dann aber auch für die komplexe Charakterstudie Scott MacAllisters (Albrecht) und die hinreißenden Auftritte von Inga Kalna (Regina) und Susan Anthony (Ursula). Einziges Manko: Im Booklet fehlt der Abdruck des Librettos, ohne das Hindemiths opus magnum kaum umfassend gewürdigt werden kann.
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