|
"Ohngefähr so groß wie Beethovens“ sollte das Oratorium werden, das Ferdinand Ries für das Aachener Musikfest 1837 komponieren wollte. Nach dem letzten Taktstrich umfassten die „Könige in Israel“ mehr als 30 Arien, Rezitative und Chöre. Mit knapp zwei Stunden Aufführungsdauer übertraf das Werk sein erklärtes Vorbild - „Christus am Ölberge“ - um das Doppelte, und auch im kompositorischen Detail ging Ries immer wieder eigene Wege. Ohne den folgsamen Beethoven-Schüler zu verleugnen, fand er vor allem für die opulenten Chorsätze facettenreiche und reizvolle Kontrastwirkungen, die durch die Rheinische Kantorei konturenscharf zur Geltung gebracht werden. Das Kleine Konzert steht der packenden Darbietung nicht nach, Dirigent Hermann Max weiß aber auch die gut disponierten Solisten um die Gegenspieler Saul (Harry van der Kamp) und David (Markus Schäfer) effektvoll in Szene zu setzen.
Ferdinand Ries: Die Könige in Israel, 2 SACDs, cpo
zurück zur Übersicht bitte | |