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Zu Lebzeiten war Leonardo Leo als Großmeister der neapolitanischen Schule so bekannt, dass sein musikalisches Stadtduell mit Francesco Durante rivalisierende Fangruppen mobilisierte. Ob sich auch „Durantisti“ für die sechs Ende der 1730er Jahre entstandenen Cellokonzerte begeistern konnten, ist nicht überliefert. Doch in den Reihen der „Leisti“ müssen die ebenso eleganten wie charaktervollen Stücke wahre Begeisterungsstürme hervorgerufen haben. Julius Berger hat die kaum fünfzehnminütigen Werke bereits 1999 eingespielt. Mit warmem Ton, souverän und ausdrucksstark präsentiert er die barocken Kleinodien als reizvolle Repertoireerweiterung. Das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim liefert unter der Leitung von Vladislav Czarnecki die fein ziselierte, oft schwerelose Begleitmusik.
Leonardo Leo: Cellokonzerte, 2 CDs, Brilliant Classics
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