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Er wollte nicht mehr wie Wagner, aber schon gar nicht wie Schönberg. Eher schon wie Debussy oder vielleicht wie Scriabin. Experimentell und doch jenseits des avantgardistischen Mainstreams suchte Amilcare Castore Zanella (1873-1949) seine eigenen Antworten auf die großen musikalischen Fragen des frühen 20. Jahrhunderts. Dabei komponierte der langjährige Direktor des Liceo Rossini in Pesaro Werke von seltener, ja erlesener Schönheit, die durch ihre mitunter nervöse Motorik umso faszinierender wirken. Das Kabinettstück „Poemetto“ (1922) und die Sonate für Violine und Klavier (1917) gewähren mit der Sonate für Cello und Klavier (1916) einen aufregenden Einblick in Zanellas Werkstatt. Marco Rogliano (Violine), Frieder Berthold (Cello) und Marco Alpi (Klavier) erweisen sich gut 70 Minuten lang als engagierte Sachwalter dieser selten gespielten Kostbarkeiten.
Amilcare Castore Zanella: Kammermusik, Tactus
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